Lufthansa erzielt einen stärker als erwarteten Gewinn für 2025, während Kämpfe im Nahen Osten die Aussichten trüben

Die Lufthansa meldete für 2025 einen bereinigten operativen Gewinn von 2,0 Mrd. € und eine operative Marge von 4,9 %, gegenüber 4,4 % im Vorjahr, da straffere Finanzkontrollen und eine Flottenmodernisierung die Stückkosten senkten und den Treibstoffverbrauch um etwa 7 % reduzierten.
Wichtige Finanz- und Betriebskennzahlen auf einen Blick
Der sprunghafte Anstieg der zugrunde liegenden Rentabilität erfolgte trotz zunehmender geopolitischer Risiken. Das Management hob die Widerstandsfähigkeit der Nachfrage auf Langstrecken hervor, räumte aber ein, dass der Krieg im Nahen Osten unmittelbare Routing- und Treibstoffkostenbelastungen für die gesamte Branche verursacht hat.
| Kennzahl | 2024 | 2025 (berichtet / prognostiziert) |
|---|---|---|
| Bereinigter operativer Gewinn | 1,6 Mrd. € | 2,0 Mrd. € |
| Operative Marge | 4,4 % | 4,9 % |
| Änderung der Treibstoffkosten | — | -7 % |
| Angestrebtes Kapazitätswachstum (2026) | — | +4 % |
Operative Treiber hinter den Zahlen
Die verbesserten Ergebnisse der Fluggesellschaft wurden durch mehrere konkrete Maßnahmen erzielt: fortgesetzte Flottenerneuerung, die ältere, weniger effiziente Flugzeuge ersetzt; strengere Kostenkontrollen im gesamten Betrieb; und stärkere Leistungen in den Bereichen Fracht und Wartung (Lufthansa Technik), die die Schwäche im Passagiersegment teilweise ausglichen. Gleichzeitig belasten Streiks der Beschäftigten – einschließlich der Aktionen am 12. Februar – weiterhin die Pünktlichkeit und inkrementelle Margenverbesserungen.
Geopolitische Schocks und unmittelbare Auswirkungen auf den Transport
Luftraumsperrungen und die Notwendigkeit, Langstreckenflüge nach Streiks um den Iran und Vergeltungsmaßnahmen in der Golfregion neu zu routen, haben zwei Haupteffekte: längere Blockzeiten für Flugzeuge und einen direkten Aufwärtsdruck auf Kerosin- und Ölpreise. Rohöl der Sorte Brent stieg in der relevanten Berichtswoche stark an, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Fluggesellschaften kurzfristig mit Kosteninflation konfrontiert werden.
Praktische Konsequenzen für Flughafen- und Bodenmobilität
- Erhöhte Flugzeiten und Verspätungen führen zu unvorhersehbareren Flughafentransferzeitfenstern für Passagiere und Verlader.
- Höhere Treibstoff- und Betriebskosten könnten einige Fluggesellschaften dazu veranlassen, die Preise für Tickets und Zusatzleistungen neu festzulegen, was sich indirekt auf Taxi- und Transferpreise in Flughafennähe auswirkt.
- Streiks und Fahrplanänderungen erhöhen die Nachfragevolatilität für private Mietwagen, Chauffeurdienste und Meet-and-Greet-Transfers an großen Drehkreuzen.
- Wachstum der Nachfrage von/nach Asien und Afrika – seitdem gemeldet


